Im Einsatz für das Gewerbe

Text von Gemeinderatskandidatin Nicole Barandun in der Sonderbeilage „Gemeinderatswahlen“ im Züriberg.

Zürich soll wirtschaftlich florieren, im Einklang mit den gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Anliegen.
Ein lebendiges Quartier bietet nicht nur Wohnraum, sondern auch Platz für das Gewerbe. Die Nahversorgung mit Lebensmitteln, aber auch mit den notwendigen Dienstleistungen erhöht die Lebensqualität und ist umweltfreundlicher, als wenn der Einkauf im Glattzentrum stattfindet. Es ist gut, wenn man sich am Rigi- oder am Schaffhauserplatz mit allem Notwendigen versorgen kann. Alles, was wir kaufen, muss aber auch angeliefert werden. Nicht zu vergessen auch alle Online-Bestellungen. Deshalb kann der Verkehr nicht immer weiter eingeschränkt werden. Er soll aber auf den Hauptverkehrsachsen bleiben und sich nicht ins Quartier ergiessen. Dort muss Platz für Fussgänger und Velofahrer bleiben. Ich befürchte, Tempo 30 auf den Hauptverkehrsachsen könnte Ausweichverkehr in die Quartierstrassen mit sich bringen und sollte deshalb nur punktuell angeordnet werden. Augenmass ist hier gefragt.
Eine hohe Regulierungsdichte und viele Bewilligungspflichten schaden unseren Gewerbetreibenden. Muss wirklich jeder Passantenstopper, mit dem z. B. der Coiffeur auf freie Termine aufmerksam macht, bewilligt und mit einer Gebühr belastet werden? Für eine florierende Stadt Zürich sind starke KMU-Betriebe wichtig. Erst eine starke Wirtschaft ermöglicht die tatkräftige Unterstützung der sozial Schwachen.