Urs Schwaller zu Gast im Quartier

Zahlreiche Quartierbewohner und Quartierbewohnerinnen folgten am Donnerstag der Einladung der CVP 6, 7+8 und 10 um sich im Hottingersaal über die Altersvorsorgereform 2020 informieren zu lassen.

Nach einer Begrüssung durch Regierungsratskandidatin Silvia Steiner führte Ständerat Urs Schwaller kompetent und verständlich in die umfangreiche Vorlage des Bundesrates ein. 13 Kilo sollen die Papiere wiegen! Wahrlich viel Lesestoff. Auch die Kritik an der Vorlage ist gewichtig. Nicole Barandun, Präsidentin des Gewerbeverbandes der Stadt Zürich, erläuterte die Einwände des Schweizeri­schen Gewerbeverbandes. Der SGV stört sich daran, dass die AHV-Sanierung vor allem durch Mehreinnahmen und nicht durch Sparmassnahmen erfolgen soll. Frauenorganisationen und linke Parteien wollen einem geschlechterneutralen Rentenalter hingegen erst dann zustimmen, wenn die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau erreicht ist. Es droht also eine unheilige Allianz gegen die Vorlage.

Adrian Moser, Präsident der JCVP des Kantons Zürich, mahnte zu Besonnenheit. Wichtig sei jetzt aus Sicht der Jungen, dass es tatsächlich zu einer Reform komme. Da konnte Vera Kupper Staub nur zustimmen. Als Vize-Präsidentin der eidgenössischen Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge kennt sie den Reformbedarf der 2. Säule, z.B. die Senkung des Mindestumwandlungssatzes. Diese ist Teil der Vorlage, auch wenn sie in Realität von den Kassen, welche über das Obligatorium hinausgehen, schon fast vollständig umgesetzt wurde.

Die Reform ist dringend nötig. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Finanzierten 1948 noch 6.5 Werktätige einen AHV-Rentner, werden im Jahr 2025 auf eine Rentnerin nur noch gerade zwei. Für Urs Schwaller ist deshalb klar: “Nichts tun, geht nicht!“ Er ist überzeugt, dass das Parlament die Vorlage verschlanken wird. Zentral sind aus seiner Sicht ein gleiches Rentenalter für Mann und Frau, zudem müssen die Finanzierungslücken mit maximal 1,5% Mehrwertsteuerprozenten überbrückt werden. In einer spannenden Diskussion, welche umsichtig von Silvia Steiner geleitet wurde, kam auch das Publikum zum Zug. Beim anschliessenden Apéro hatten alle Teilnehmer nochmals Gelegenheit zu interessanten, aber auch launigen Gesprächen. Im Hottingersaal gingen die Lichter erst spät am Abend aus.